Disney vs. Kleinstadtkinos

Neuigkeiten der Film- und Kinobranche, die nichts oder wenig mit Box Office zu tun haben
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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Agent K » Samstag 31. Oktober 2015, 10:46

kinofan43 hat geschrieben:...Da kann ich nur sagen, selbst schuld...
Bei dir hat man echt den Eindruck, da postet ein Anrufbeantworter. Mal abgesehen davon, dass es im Moment um Cinemaxx geht, also nicht um Kleinstadtkinos (!), worin liegt eigentlich diese persönliche und unversöhnliche Demütigung, die den selbsternannten "Kinofan" derart auf die Palme bringt, dass ihm seine persönliche Strafaktion nicht genug ist, sondern er auch noch den Rest der Welt gebetsmühlenartig auf seinen Boykottaufruf/Rachefeldzug einschwören muss?!? Heulst du dann ins Kopfkissen, sollte jenes Kino deine Sanktionen dennoch wirtschaftlich überleben, oder veranstaltest du dann Freudensprünge, wenn sie Konkurs anmelden? Und geht es dir dann besser und du hast es weniger weit zum nächsten Kino? Solltest du irgendwann mindestens 100km zurücklegen müssen, um noch in ein Kino zu gelangen, das noch nicht auf deiner persönlichen schwarzen Liste steht, dann sage ich: "Selber schuld!"...

Für mich ist es eh völlig normal, dass in unserem Kleinstadtplex nicht alle Filme laufen, die ich gerne sehen würde. Ich muss also, unabhängig von irgendwelchen Boykotten oder Vertragsreibereien, eh immer mal wieder auf andere Kinos ausweichen. Ob der Film nun EX_MACHINA oder STAR WARS heißt, ist für mich eigentlich schnuppe. Bei dir hat man immer das Gefühl, dass es gar nicht mehr um ein Problem, sondern um eine persönliche Kränkung/Körperverletzung geht. Und es ist beinahe egal, um welches Thema es sich dabei handelt...

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Enigma » Samstag 31. Oktober 2015, 11:44

kinofan43 hat geschrieben:Diesen Film möchte jeder sehen. Es bleibt nur zu hoffen, das enttäuschte Kinozuschauer, die den Film in ihrem Kino um die Ecke nicht sehen können, sich das genau merken und diese Kinos zukünftig meiden werden.
Du kappierst echt gar nichts.
Bist wahrscheinlich auch noch völlig unkritisch, wenn die Karten für Disney Filme mehr als 20€ kosten werden.
Aber gut, es gibt leider immer Menschen, die keinen Deut über den Tellerrand schauen können oder wollen - und somit auch nicht sehen, dass man es letztendlich selbst sein wird, der später die Zeche zahlt...

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von kinofan43 » Samstag 31. Oktober 2015, 11:55

Enigma hat geschrieben:
kinofan43 hat geschrieben:Diesen Film möchte jeder sehen. Es bleibt nur zu hoffen, das enttäuschte Kinozuschauer, die den Film in ihrem Kino um die Ecke nicht sehen können, sich das genau merken und diese Kinos zukünftig meiden werden.
Du kappierst echt gar nichts.
Bist wahrscheinlich auch noch völlig unkritisch, wenn die Karten für Disney Filme mehr als 20€ kosten werden.
Aber gut, es gibt leider immer Menschen, die keinen Deut über den Tellerrand schauen können oder wollen - und somit auch nicht sehen, dass man es letztendlich selbst sein wird, der später die Zeche zahlt...
Zunächst einmal, ob mir was zu teuer ist oder nicht, entscheide ich selbst. Da brauche ich niemanden, der das für mich entscheidet. Nochmal, die Kinopreise gehen doch schon seit Jahren nach oben, wo waren denn die Kinobesitzer (egal ob Ketten oder Kleinstadtkinos) in den letzten Jahren. Jetzt auf einmal entdecken sie ihr Herz für den Geldbeutel der Kinozuschauer. Wenn die Kinobesitzer wirklich so besorgt um den Geldbeutel der Kinozuschauer wären, hätten sie mal die Preise für Snacks und Getränke senken sollen. Aber auch in diesem Bereich gehen die Preise nur nach oben, so sind sie doch total unglaubwürdig. Mich als Kunde interessiert doch nicht, was für Probleme Disney und die Kinos miteinander haben. Ich will einfach nur die Filme sehen, die mich interessieren. Die sollen ihre Probleme intern lösen und nicht so kundenfeindlich sein. So ein Boykott schadet dem Ruf der ganzen Branche.

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von kinofan43 » Samstag 31. Oktober 2015, 11:57

Agent K hat geschrieben:
kinofan43 hat geschrieben:...Da kann ich nur sagen, selbst schuld...
Bei dir hat man echt den Eindruck, da postet ein Anrufbeantworter. Mal abgesehen davon, dass es im Moment um Cinemaxx geht, also nicht um Kleinstadtkinos (!), worin liegt eigentlich diese persönliche und unversöhnliche Demütigung, die den selbsternannten "Kinofan" derart auf die Palme bringt, dass ihm seine persönliche Strafaktion nicht genug ist, sondern er auch noch den Rest der Welt gebetsmühlenartig auf seinen Boykottaufruf/Rachefeldzug einschwören muss?!? Heulst du dann ins Kopfkissen, sollte jenes Kino deine Sanktionen dennoch wirtschaftlich überleben, oder veranstaltest du dann Freudensprünge, wenn sie Konkurs anmelden? Und geht es dir dann besser und du hast es weniger weit zum nächsten Kino? Solltest du irgendwann mindestens 100km zurücklegen müssen, um noch in ein Kino zu gelangen, das noch nicht auf deiner persönlichen schwarzen Liste steht, dann sage ich: "Selber schuld!"...

Für mich ist es eh völlig normal, dass in unserem Kleinstadtplex nicht alle Filme laufen, die ich gerne sehen würde. Ich muss also, unabhängig von irgendwelchen Boykotten oder Vertragsreibereien, eh immer mal wieder auf andere Kinos ausweichen. Ob der Film nun EX_MACHINA oder STAR WARS heißt, ist für mich eigentlich schnuppe. Bei dir hat man immer das Gefühl, dass es gar nicht mehr um ein Problem, sondern um eine persönliche Kränkung/Körperverletzung geht. Und es ist beinahe egal, um welches Thema es sich dabei handelt...
Vielen Dank für deine Hausfrauenpsychologische Analyse. Im übrigen, wäre ich dir dankbar, wenn du in Zukunft auf meine Beiträge nicht mehr reagieren würdest und mich einfach in Ruhe lassen würdest.

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Agent K » Samstag 31. Oktober 2015, 12:16

Ich werde jetzt nur noch ganz kurze und einfache Fragen stellen. Vielleicht tust du dann wenigsten so, als hättest du die anderen Postings in diesem Thread gelesen/Verstanden:
kinofan43 hat geschrieben:...Ich will einfach nur die Filme sehen, die mich interessieren...
Und wie bitte kommst du diesem Ziel näher, wenn du hoffst, dass möglichst viele deinen persönlichen Rachefeldzug mitmachen, und eben jenes Kino ebenfalls meiden?
kinofan43 hat geschrieben:Mich als Kunde interessiert doch nicht, was für Probleme Disney und die Kinos miteinander haben.
Dürfte mittlerweile jeder begriffen haben, dass dir anderer Leute Probleme "egal"
kinofan43 hat geschrieben:...mir gehen deren internen Probleme am Arsch vorbei...
sind. Treffenderweise sind es aber grundsätzlich jene, die ausschließlich ihre eigenen Interessen sehen, die dann am lautesten rumschreien, wenn andere es mal genau so machen/sehen...
kinofan43 hat geschrieben:Zunächst einmal, ob mir was zu teuer ist oder nicht, entscheide ich selbst. Da brauche ich niemanden, der das für mich entscheidet.
Wer entscheidet denn da irgendwas für dich? Das ist lediglich eine logische Konsequenz, der du dich verweigert. Du darfst gerne €20,- oder mehr für einen Film abdrücken, aber das kollidiert sicher mit den Interessen anderer Kinobesucher. Und ganz so egal scheinen Preise für dich ja auch nicht zu sein:
kinofan43 hat geschrieben:Die Preise für Snacks und Getränke sind im Cinestar Saarbrücken wirklich jenseits von gut und böse. Für ein Getränk und Nachos habe ich fast 10 Euro gelöhnt, da kriegt man ja fast 2 Sparmenus bei McDonalds.
Und nur für den Fall, dass du es noch nicht begriffen hast: Die Querelen zwischen Disney und den Kleinstadtkinos zieren hier den Topic. Dazu kommt Cineplex (Achtung: Kette!), die sich derzeit von Disney-Film zu Disney-Film hangeln, und keinerlei Werbung/Vorverkauf machen. Dazu kommt Cinemaxx (Achtung: Kette!), die sich bislang dem STAR WARS-Vorverkauf verweigern. Und auch bei UCI (Achtung: Kette!), kam der Vorverkauf erst mit Verspätung in Gang (mit vertraglichen Unstimmigkeiten als Begründung). Ich bin daher immer noch beeindruckt, wie du in diesem Kontext die Kleinstadtkinos zur Zielscheibe machst...
kinofan43 hat geschrieben:Vielen Dank für deine Hausfrauenpsychologische Analyse. Im übrigen, wäre ich dir dankbar, wenn du in Zukunft auf meine Beiträge nicht mehr reagieren würdest und mich einfach in Ruhe lassen würdest.
Yoar, sorry. Aber mehr als einen Smiley ist das nicht wert... :mrgreen:

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von kinofan43 » Samstag 31. Oktober 2015, 12:40

Im Gegensatz zu den Kleinstadtkinos haben die Ketten immer noch die Kurve gekriegt. Mehr will ich zu deinem Beitrag nicht sagen.

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Taipan » Sonntag 1. November 2015, 06:32

Agent K hat geschrieben:
Taipan hat geschrieben:Nein tue ich nicht. Das Beispiel passt genauso wenig, wie das Strombeispiel von Mattis.
es geht ja auch gar nicht um das "Beispiel", sondern letztlich um deine Reaktion. Du verwendest Vokabeln wie "Niederlage" und "Reputationsverlust". Und indem du das einer der Konfliktparteien zuweist, wird das wertend/abwertend/parteiisch. Ich persönlich hab keine Ahnung was da für ein Süppchen gekocht wird, vielleicht geht es ja auch um langfristigere Vereinbarungen, die mit STAR WARS nur am Rande zu tun haben. Also halte ich die Füße still... oder nutze sie eben dazu, um in ein anderes Kino zu gehen, wo der Film läuft. Und das ohne mein Stammkino als "Sündenbock" abzustempeln...
Ich habe auch keine Ahnung worum es tatsächlich in den Verhandlungen geht. Ich gehe nur davon aus, dass es sich um die Konditionen handelt, weil es kontraproduktiv für das Cinemaxx ist, dass sie noch nicht mit dem VVK gestartet sind und ich "Allgemeines mit Disney" ausschließe, da sie zB Alles steht Kopf spielen.

Vielleicht muss ich nochmal klarstellen, dass ich so etwas wie ein "Stammkino" schon lange nicht mehr habe. Früher war es das Grindelkino, aber das gibt es nun schon seit ein paar Jahren nicht mehr und auch die letzten Jahre vor Schließung war es keine Option mehr für mich aufgrund von OV Vorstellungen (ist für mich bei vielen Filmen zu anstrengend). Ich fand das damals auch sehr schade, dass das Grindel nicht bestehen konnte, aber das Cinemaxx Dammtor und das UCI Othmarschen haben den Westen von Hamburg ab Ende der 90er einfach zu stark abgeräumt (deswegen hat das Grindel auch den "OV Nischen Notnagel" seinerzeit gezogen).

Die einzgen Kinos in Hamburg, die für mich etwas besonderes darstellen sind Savoy, Passage, Abaton und Zeisekinos. Savoy fällt in den meisten Fällen für mich wegen OV flach. Zeise und Abaton sind eher Programmkino und Passage habe ich lange Zeit einfach nicht auf dem Schirm gehabt, bzw. gehörte ebenfalls Flebbe und war daher für mich nichts anderes als ein Cienmaxx mit anderem Namen. Ich werde dort aber demnächst mal nen Probebeusch machen (vielleicht Mockingjay).

Die beiden großen Ketten Cinemaxx und UCI, die in Hamburg dominieren, sind für mich größtenteils austauschbar. Wenn ich eine "gefühlte Präferenz" aussprechen würde zwischen den beiden Ketten wäre es UCI über Cinemax, aber irgendeine Form von Verbundenheit habe ich keinen von beiden ggü. Genausowenig wie ich ggü. Media Markt oder Saturn eine Verbundenheit habe. Es sind für mich Dienstleister und gut ist.

Ich entscheide nach folgenden Kriterien, in welches der Kinos ich gehe:
1. Anfahrtswege (eigener und von denen, die mitkommen)
2. Technische Ausstattung des Saals, in dem der Film läuft, den ich sehen möchte

Es mag vielleicht für jemanden aus einer kleineren Stadt nicht nachvollziehbar sein, dass der Punkt "Anfahrtsweg" innerhalb einer Stadt ein Kriterium ist, aber fünf Stationen mit dem Bus oder einmal quer durch die Stadt sind in Hamburg ein ziemlicher Unterschied. Das für mich persönlich beste Mulitplex in Hamburg ist zB das UCI Othmarschen (wo ich nun auch Star Wars gucke). Das fällt für mich im Normalfall (also ohne Star Wars ;) aber weg, weil ich mindestens 45 Minuten Fahrtzeit einkalkulieren muss und einer derjenigen, mit denen ich oft ins Kino gehe noch länger unterwegs wäre.

Lange Rede kurzer Sinn: In Hamburg ist die Kinolandschaft größtenteils gesichtslos und deswegen brauche ich auch für niemanden Partei ergreifen. Es ist halt einfach Fakt, dass das Cinemaxx die ca. 300 Euro Umsatz unserer 16 Mann starken Gruppe für Star Wars nun eben nicht bekommt, sondern das UCI. Wenn das die ca. 8.000 Ticketalarme für Star Wars bei den Cinemaxxen mit wahrscheinlich jeweils drei vier Karten pro Alarm genauso machen, ist das für mich eine "Niederlage" fürs Cinemaxx und nicht für Disney. Und danach siehts halt eher aus, als dass die Leute sagen: "Oh Cinemaxx hat keinen VVK von Star Wars. Ok dann gucken wir den eben nicht".

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Mark_G » Sonntag 1. November 2015, 15:43

Zumindest muss man sich fragen, ob es sich für Cinemaxx noch lohnt, um jeden Prozentpunkt zu feilschen. CMX hat hier in Augsburg quasi ein Monopol, alle anderen Kinos in der Stadt sind Arthäuser und ich habe schon von einigen gehört, die aufgrund des nicht vorhandenen Vorverkaufs auf andere Städte ausgewichen sind...
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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Mattis » Sonntag 1. November 2015, 15:52

Das feilschen mit Disney scheint ja nicht einmal zu funktionieren.

Kinos zahlen 47,5%, Disney will 53%. Kino gehen mit 50% auf Disney zu, Disney sagt nein und möchte genau diese 53%.
Dieses Verhalten in einer Verhandlung finde ich beschämend und respektlos.

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Mark_G » Sonntag 1. November 2015, 15:54

Meines Wissens haben die großen Ketten noch nie die 53 % bezahlt, die von Einzelkinos und kleinen Ketten verlangt werden...
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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Mark_G » Sonntag 1. November 2015, 15:58

Dabei fällt mir ein...

Bei DIE DUNKLE BEDROHUNG hat Fox damals auch mit harten Bandagen gekämpft, aber immerhin die Wahl zwischen zwei Modellen gelassen: Entweder 4 Wochen vertragliche Laufzeit zu 56 % oder 6 Wochen zu 53 %...

(Die Fortsetzungen wurden dann wieder ganz normal vermietet)
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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Taipan » Montag 2. November 2015, 06:08

Damals bei Sin City und Herbie gab es ja auch schon ähnliche Situationen (und bei Anhalter durch die Galaxis meine ich mich an eine Andeutung zu erinnern), weil das Verleihfenster von sechs auf drei Monate gekürzt wurde.

Interessiert heute auch niemanden mehr und laut den Jahrescharts 2005 hat es den Filmen mit 1,2 und 0,8 Mio. Besuchern in knapp 500 bzw. 700 Kopien seinerzeit auch nicht wirklich geschadet. Die Protagonisten waren die gleichen wie heute.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/suend ... 69253.html
Mattis hat geschrieben:Das feilschen mit Disney scheint ja nicht einmal zu funktionieren.

Kinos zahlen 47,5%, Disney will 53%. Kino gehen mit 50% auf Disney zu, Disney sagt nein und möchte genau diese 53%.
Dieses Verhalten in einer Verhandlung finde ich beschämend und respektlos.
Es kristallisiert sich jetzt eben heraus, dass es wohl gar keine Verhandlungen gab/gibt, sondern schlicht und einfach einen neuen Preis und die Kinos das ganze nur "Verhandlungen" nennen. Das ist zwar nicht besonders "nett", aber weit entfernt von "beschämend" und "respektlos".

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Agent K » Montag 2. November 2015, 09:51

Derzeit kursiert ja auch die Behauptung, dass Disney angeblich "Mindesteintrittspreise" diktieren würde. Kann das jemand bestätigen?

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von BobFalfa » Montag 2. November 2015, 12:09

Agent K hat geschrieben:Derzeit kursiert ja auch die Behauptung, dass Disney angeblich "Mindesteintrittspreise" diktieren würde. Kann das jemand bestätigen?
Kein Verleih darf direkten Einfluß auf die Preise nehmen. Man kann aber Mindestabrechnungspreise pro Ticket vorgeben und um dann nicht draufzuzahlen, ist ein bestimmeter Eintrittspreis von Haus aus nötig... ist das verständlich?

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Mattis » Montag 2. November 2015, 12:58

Taipan hat geschrieben: Es kristallisiert sich jetzt eben heraus, dass es wohl gar keine Verhandlungen gab/gibt, sondern schlicht und einfach einen neuen Preis und die Kinos das ganze nur "Verhandlungen" nennen. Das ist zwar nicht besonders "nett", aber weit entfernt von "beschämend" und "respektlos".
Ein Geschäftsmodell, das langfristig darauf hinausläuft, für sich selbst so viel einzuverlangen, dass andere unter diesen Bedingungen nicht mehr überleben können, wird nicht nur die Kinobranche irgendwann ins Verdeben stürzen.

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Agent K » Montag 2. November 2015, 13:10

Taipan hat geschrieben:...Es kristallisiert sich jetzt eben heraus, dass es wohl gar keine Verhandlungen gab/gibt, sondern schlicht und einfach einen neuen Preis und die Kinos das ganze nur "Verhandlungen" nennen...
Da kocht doch eh jede Vertragspartei ihr individuelles Süppchen. Und ich wäre überhaupt nicht überrascht, wenn die ersten beiden Vertragspunkte aus Fight Club übernommen wurden...
BobFalfa hat geschrieben:...ist das verständlich?
Teilweise... :)

Ein "Mindestabrechnungspreis" soll ja wahrscheinlich irgendwie verhindern, dass ein Kino z.B. nur 1 Euro als Eintritt verlangt, von dem dann die diktierten 53 Cent an den Verleiher/Disney gehen, und 47 Cent im Kino bleiben...

Der "Mindestabrechnungspreis" setzt aus meinem Verständnis dann nur eine Art "Untergrenze" von beispielsweise €5,50 fest (muss üblicherweise ja auch für Kinotage oder sonstige verbilligte Aktionen gelten), und alles was >= dieser Grenze liegt, wird dann auch wieder ganz formal (47:53) verteilt...

Und wenn der Verleiher beispielsweise €10,- Mindestabrechnungspreis vorgibt, dann sind es eben €4,70 fürs Kino und €5,30 an die Verleiher. Das kann man ja nennen wie man es will, es ist aber doch eine direkte Einflussnahme auf die Eintrittspreise. Denn das Kino ist dazu gezwungen seinen Besuchern mehr Geld abzuknöpfen, als es aus dem etablierten Preisgefüge heraus wirtschaftlich notwendig wäre. Das Kino muss/wird also nicht "draufzahlen", egal was passiert, im Gegenteil, es wird dazu gezwungen mehr zu "verdienen"... oder nicht?

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von BobFalfa » Montag 2. November 2015, 16:13

BobFalfa hat geschrieben:...ist das verständlich?
Teilweise... :)

Ein "Mindestabrechnungspreis" soll ja wahrscheinlich irgendwie verhindern, dass ein Kino z.B. nur 1 Euro als Eintritt verlangt, von dem dann die diktierten 53 Cent an den Verleiher/Disney gehen, und 47 Cent im Kino bleiben...

Der "Mindestabrechnungspreis" setzt aus meinem Verständnis dann nur eine Art "Untergrenze" von beispielsweise €5,50 fest (muss üblicherweise ja auch für Kinotage oder sonstige verbilligte Aktionen gelten), und alles was >= dieser Grenze liegt, wird dann auch wieder ganz formal (47:53) verteilt...

Und wenn der Verleiher beispielsweise €10,- Mindestabrechnungspreis vorgibt, dann sind es eben €4,70 fürs Kino und €5,30 an die Verleiher. Das kann man ja nennen wie man es will, es ist aber doch eine direkte Einflussnahme auf die Eintrittspreise. Denn das Kino ist dazu gezwungen seinen Besuchern mehr Geld abzuknöpfen, als es aus dem etablierten Preisgefüge heraus wirtschaftlich notwendig wäre. Das Kino muss/wird also nicht "draufzahlen", egal was passiert, im Gegenteil, es wird dazu gezwungen mehr zu "verdienen"... oder nicht?[/quote]

Der Mindestabrechnungspreis ist der Teil, der nach der Teilung zwischen Kino und Verlieh mindestens beim Verleih landen muss. Damit will man normalerweise Preis-Dumping verhindern. Es geht dabei auch nie um den einzelnen Tag, sondern um den Durchschnitt pro Woche. Kinotage etc. können also beliebig durchgeführt werden, solange am Ende genung für den Verleih übrig bleibt... Und jedes Kino könnte billigste Preise festsetzen, zahlt dann aber drauf. Sowas gibt es ja z.B. bei DVD/Blu Rays, wo Anbieter unter Einkaufspreis verkaufen um Kunden in den Markt zu locken oder das Image der günstigen Preise aufrecht zu erhalten.

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Agent K » Montag 2. November 2015, 17:44

Jetzt habe ich es glaube ich begriffen. THX! :)

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von Invincible1958 » Dienstag 3. November 2015, 01:01

Ist der Mindestabrechnungspreis nicht eine feste Summe pro Vorstellung? Egal wieviele Leute da waren.

Sprich: das Kino muss bei jeder Vorstellung mindestens €150 an den Verleih zahlen, auch wenn nur 5 Zuschauer im Saal sitzen.
Wenn durch den prozentualen Anteil über €150 zusammenkommen, dann wird es eben prozentual ausgerechnet, ansonsten sind mindestens die €150 fällig.

arni75
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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von arni75 » Dienstag 3. November 2015, 07:59

Das ist eine Minimumgarantie, aber die bezieht sich nicht auf eine einzelne Vorstellung.

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Re: Disney vs. Kleinstadtkinos

Beitrag von kinofan43 » Dienstag 24. November 2015, 17:27

War eben auf der Internetseite des Kinos in Saarlouis. Also ein Kleinstadtkino. Die bieten jetzt doch Karten im Vorverkauf für Star Wars an. Ist der Streit zwischen den Kleindstadtkinos und Disney etwa offiziell beendet? Denn dieses Kino hat sich am Boykott von Disneyfilmen beteiligt.

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