Zuletzt gelesenes Buch

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Freitag 3. April 2020, 11:09

Ja und nein. Ich spoilere mal vorsichtshalber
Spoiler
Nach den ersten 8 Romanen schob Mankell aus unterschiedlichsten Beweggründen noch vier Romane nach. "Vor dem Frost" (Nr.10) erzählt aus der Perspektive von Linda als angehende Polizistin, die vor ihrem offiziellen Antritt aus einer privaten Situation in den Fall mitinvolviert wird. Ihr Vater spielt dabei nur eine Nebenrolle. Die schwedischen Quellen waren damals nach 9/11 recht dürftig, aber wenn ich es soweit richtig verstanden hatte, sollte das krimitechnische Zepter an Linda zum Auftakt einer neuen (Krimi-) Reihe weitergegeben werden, was aber Mankell wohl wieder verwarf. In "Vor dem Frost" taucht auch die Figur Stefan Lindman auf, den man aus dem im gleichen Jahr erschienenen Roman "Die Rache des Tanzlehrers" (verfilmt mit Tobias Moretti) her kennt.
Kinojahr 2020 (13.3.): B.O. 61,- bei 10 Bes.: UNSICHTBARE (+),PARASITE (o),1917 (+),21 BRIDGES (o),KNIVES OUT (+),JUMANJI2 (o),SW9 (o),EISKÖNIGIN II (o),GEHEIMNIS (+),JOKER (+) Kinojahr 2019 (17.11.):B.O. 124,50 bei 18 Bes.

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Freitag 3. April 2020, 16:13

MH207 hat geschrieben:
Freitag 3. April 2020, 11:09
Ja und nein. Ich spoilere mal vorsichtshalber
Spoiler
Nach den ersten 8 Romanen schob Mankell aus unterschiedlichsten Beweggründen noch vier Romane nach. "Vor dem Frost" (Nr.10) erzählt aus der Perspektive von Linda als angehende Polizistin, die vor ihrem offiziellen Antritt aus einer privaten Situation in den Fall mitinvolviert wird. Ihr Vater spielt dabei nur eine Nebenrolle. Die schwedischen Quellen waren damals nach 9/11 recht dürftig, aber wenn ich es soweit richtig verstanden hatte, sollte das krimitechnische Zepter an Linda zum Auftakt einer neuen (Krimi-) Reihe weitergegeben werden, was aber Mankell wohl wieder verwarf. In "Vor dem Frost" taucht auch die Figur Stefan Lindman auf, den man aus dem im gleichen Jahr erschienenen Roman "Die Rache des Tanzlehrers" (verfilmt mit Tobias Moretti) her kennt.
merci :Up:
BEST OF 2019: THE HATE U GIVE, MARRIAGE STORY, WER 4 SIND, MEIN ENDE. DEIN ANFANG, DOWNTON ABBEY
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Donnerstag 23. April 2020, 17:24

Nun gab es die ersten 4 Mankells-Wallander Romane am Stück. Gestern fertig geworden.


MÖRDER OHNE GESICHT 6,5/10

Ganz nett, plätschert schön da hin, aber realiv ereignislos und den Kriminalfall finde ich eher uninteressant.


HUNDE VON RIGA 8/10

Interessanter Kriminalfall mit überraschenden Entwicklungen. Den historischen Kontext fand ich sehr gut eingebracht und glaubwürdig geschildert. Deshalb der für mich bisher beste Wallander.


DIE WEIßE LÖWIN 6/10

Wie immer sprachlich sehr souverän. Plot eigentlich auch interessant, eröffnet letztlich aber viel zu viele Schauplätze. Der Roman will hier eindeutig zu viel.


DER MANN DER LÄCHELTE 6/10

Für Mankell-Verhältnisse äußerst gradlinig, kaum Überraschungen. Las sich schnell und einzelne Figuren durchaus interessant. Insgesamt aber zu zahm.



Nun erst Mal Wallander-Pause, nach 4 Wallander-Romanen in drei Wochen. Weiterhin sind die Bücher ganz nett, aber die Charakterisierung von dem Hauptkommissar finde ich inzwischen viel zu schemenhaft; Wenn er nicht gerade irgendwem hinterherjagt, säuft er nur und bemitleided sich selbtst. Eine echte Figurenentwicklung kann ich hier nicht wirklich erkennen. Schade.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Sonntag 26. April 2020, 13:32

DER ELEFANT, DER DAS GLÜCK VERGAS 2/10

Normalerweise poste ich ja im Viererpack, hier mache ich aber Mal ne Ausnahme, da die Gedanken sofort raus müssen.

Für mich war das Buch eine unglaubliche Enttäuschung und ich frage mich wie es bloß so erfolgreich Werden konnte.

DER ELEFANT soll ein unterhaltsames Buch mit vielen buddhistischen Weisheiten sein. Meines Erachtens ist es aber vor allem eines: Unglaublich banal, völlig unstrukturiert und die jeweiligen Geschichten deutlich zu kurz. Zudem trieft das Buch nur so vor übertriebenem selbstlob und zeitweise kommt es einem auch so vor, dass der Buddhismus hier nur als Verkaufsförderundes mittel eingesetzt wird, anstatt auch inhaltlich etwas beizutragen. Wirklich schade!
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von Manni Sch. » Sonntag 26. April 2020, 13:59

student a.d. hat geschrieben:
Donnerstag 23. April 2020, 17:24
Nun gab es die ersten 4 Mankells-Wallander Romane am Stück. Gestern fertig geworden.


MÖRDER OHNE GESICHT 6,5/10

Ganz nett, plätschert schön da hin, aber realiv ereignislos und den Kriminalfall finde ich eher uninteressant.


HUNDE VON RIGA 8/10

Interessanter Kriminalfall mit überraschenden Entwicklungen. Den historischen Kontext fand ich sehr gut eingebracht und glaubwürdig geschildert. Deshalb der für mich bisher beste Wallander.


DIE WEIßE LÖWIN 6/10

Wie immer sprachlich sehr souverän. Plot eigentlich auch interessant, eröffnet letztlich aber viel zu viele Schauplätze. Der Roman will hier eindeutig zu viel.


DER MANN DER LÄCHELTE 6/10

Für Mankell-Verhältnisse äußerst gradlinig, kaum Überraschungen. Las sich schnell und einzelne Figuren durchaus interessant. Insgesamt aber zu zahm.



Nun erst Mal Wallander-Pause, nach 4 Wallander-Romanen in drei Wochen. Weiterhin sind die Bücher ganz nett, aber die Charakterisierung von dem Hauptkommissar finde ich inzwischen viel zu schemenhaft; Wenn er nicht gerade irgendwem hinterherjagt, säuft er nur und bemitleided sich selbtst. Eine echte Figurenentwicklung kann ich hier nicht wirklich erkennen. Schade.
Ich hatte vor über 10 Jahren meine Krimiphase und habe damals auch fast alle Wallander-Bücher gelesen. Interessant ist, dass ich mit "Hunde von Riga" am wenigsten anfangen konnte. Meine Favoriten waren die späteren Romane, insbesondere "Mittsommermord" und "Die Brandmauer".

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Sonntag 26. April 2020, 14:11

Manni Sch. hat geschrieben:
Sonntag 26. April 2020, 13:59
student a.d. hat geschrieben:
Donnerstag 23. April 2020, 17:24
Nun gab es die ersten 4 Mankells-Wallander Romane am Stück. Gestern fertig geworden.


MÖRDER OHNE GESICHT 6,5/10

Ganz nett, plätschert schön da hin, aber realiv ereignislos und den Kriminalfall finde ich eher uninteressant.


HUNDE VON RIGA 8/10

Interessanter Kriminalfall mit überraschenden Entwicklungen. Den historischen Kontext fand ich sehr gut eingebracht und glaubwürdig geschildert. Deshalb der für mich bisher beste Wallander.


DIE WEIßE LÖWIN 6/10

Wie immer sprachlich sehr souverän. Plot eigentlich auch interessant, eröffnet letztlich aber viel zu viele Schauplätze. Der Roman will hier eindeutig zu viel.


DER MANN DER LÄCHELTE 6/10

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Nun erst Mal Wallander-Pause, nach 4 Wallander-Romanen in drei Wochen. Weiterhin sind die Bücher ganz nett, aber die Charakterisierung von dem Hauptkommissar finde ich inzwischen viel zu schemenhaft; Wenn er nicht gerade irgendwem hinterherjagt, säuft er nur und bemitleided sich selbtst. Eine echte Figurenentwicklung kann ich hier nicht wirklich erkennen. Schade.
Ich hatte vor über 10 Jahren meine Krimiphase und habe damals auch fast alle Wallander-Bücher gelesen. Interessant ist, dass ich mit "Hunde von Riga" am wenigsten anfangen konnte. Meine Favoriten waren die späteren Romane, insbesondere "Mittsommermord" und "Die Brandmauer".
Da scheinst du ja mit mh207 übereinzustimmen. MITTSOMMERMORD fand ich auch gut, die anderen dann demnächst.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Sonntag 17. Mai 2020, 23:09

DIE ABENTEUER DES FREIHERRN VON MÜNCHHAUSEN 7/10

Amüsant und kurzweilig. Endlich mal gelesen.


UTOPIA - Thomas Morus 8/10

Sozialutopie aus dem Jahr 1516 (!) die in vielen Punkte in seiner Aktualität (abgesehen von Corona) auch erst gestern geschrieben worden sein könnte. Je länger ich über das Buch nachdenke, desto besser gefällt es mir. Sicher werde ich es in diesem Jar noch ein zweites Mal lesen. In vielen Bereichen ein erstaunlich weitsichtiges und fortschrittliches Werk.


DER ANSCHLAG 9/10

Toller Roman von Stephen King. Kein klassischer Horror-Schocker, sondern vielschichtiges Werk zum Thema Zeitreise, tolles Sittengemälde und gelungene Liebesgeschichte. Ich finde es, da es erst mein 2.tes King-Buch ist, noch immer äußerst beeindruckend wie anschaulich er schreiben kann.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von student a.d. » Donnerstag 9. Juli 2020, 23:49

DAS FEHLURTEIL - JAMES GRIPPANDO 8/10

Wie üblich ein lesenswert-spannender Thriller von James Grippando mit der Hauptfigur Jack Swyteck.


SIE - STEPHEN KING 3/10

THE OUTSIDER und DER ANSCHLAG mochte ich ja sehr, aber das hier war nichts. Ganz komisch geschrieben, widersinnig, zu simpel, keine Entwicklung der Figuren, nichts. Was mir aber gefallen hat, was über das Wesen und den Prozess des Schreibens geschrieben wurde.



SOFIES WELT 8/10

Kein Buch habe ich so oft angefangen wie dieses und dann doch nie zu Ende gelesen. Und dies obwohl ich das Buch immer gut fand und Philosophie studiert hab. Der "Haken" an diesem Buch: Eigentlich kannst du es nicht am Stück weglesen, so wie es sicherlich viele machen, da es ja eine Reise durch die Geschichte der Philosophie ist und man nach Abschluss jedes Themas das Buch eigentlich immer erst für einige Wochen zur Seite legen müsste, um über die im Buch angesprochenen Themen angemessen nachdenken zu können. Insofern ist es trotz aller Interessantheit ziemlich anstrengend zu lesen.


GOT THE LOOK - JAMES GRIPPANDO 6,5/10

Da ich die Romane um die Figur Jack Swyteck sehr mag, habe ich mir auch die Werke nun zugelegt, die nicht in Deutschland veröffentlicht wurden. Dieses Werk hier ist grundsolider Thrillerstoff nach dem bekannten Grippando-Schema, aber weniger raffiniert als sonst und mehr Richtung 08/15. Zudem spielt das Geschehen leider so gut wie gar nicht vor Gericht.
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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Freitag 24. Juli 2020, 10:42

Dan Brown - Meteor (Deception Point, 2001) 5/10

Nicht aus der Robert Langdon-Reihe. Vom Gefühl her vor vor den beiden Bestsellern geschrieben und nach deren Erfolg als drittes Buch nachgeschoben. Der deutsche Titel verrät schon einiges, eine kurze Inhaltsangabe würde sogar fast die Hälfte des Buches wiedergeben. Es passiert bis dahin nämlich wenig bis fast nichts. Nur soviel: USA - die Präsidentschaftswahlen stehen vor der Tür, der Amtsinhaber sieht gegen seinen Gegenkandidaten immer weniger Land, weil dieser im Wahlkampf erfolgreich seinen Finger in die Wunden des Präsidenten hält: die NASA und ihr ausuferndes Budget, verbunden mit Misserfolgen in der Raumfahrtindustrie ... doch da ortet ein NASA-Aufklärungssatellit einen Meteoriten im tiefen Eis der Arktis. Könnte das dem Wahlkampf eine entscheidende Wendung geben?

Natürlich sind persönliche Verstrickungen nicht ausgeschlossen, die Hauptfiguren sind teils wirklich klischeebeladen und deren Handlung/Wandlung derart vorhersehbar, dass man an manche Stellen dazu neigt, diese schnell überzuspringen. Und natürlich darf bei Brown eine an den Haaren herbeigezogene Auflösung nicht fehlen. Muss man definitiv kein zweites Mal gelesen haben ...
Kinojahr 2020 (13.3.): B.O. 61,- bei 10 Bes.: UNSICHTBARE (+),PARASITE (o),1917 (+),21 BRIDGES (o),KNIVES OUT (+),JUMANJI2 (o),SW9 (o),EISKÖNIGIN II (o),GEHEIMNIS (+),JOKER (+) Kinojahr 2019 (17.11.):B.O. 124,50 bei 18 Bes.

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Re: Zuletzt gelesenes Buch

Beitrag von MH207 » Sonntag 2. August 2020, 12:42

Henning Mankell - Der Chinese (Kinesen, 2008) 5,5/10

An einem frostigen Januartag des Jahres 2006 werden in einer östlich gelegenen Provinz Schwedens achtzehn betagte Dorfbewohner, eine Junge und sämtliche Haustiere tot aufgefunden. Insbesondere die wehrlosen, älteren Bewohner wurden bestialisch zugerichtet. Doch überraschenderweise überlebten in dem kaum ein Dutzend Häuser zählenden Dorf tatsächlich drei ebenfalls ältere Einwohner das Massaker. Die örtliche Polizei steht vor einem Rätsel und geht bei der Tat von einem Wahnsinnigen aus. Birgitta Roslin, Richterin aus Helsingborg, wird durch die Medien über das Verbrechen aufgeschreckt. Lebten dort nicht die Pflegeeltern ihrer Mutter? Sie beginnt selbst zu recherchieren und erkennt schnell das die ermittelnde Personen vor Ort überfordert sind ...

Ich wußte warum ich den "Kriminalroman" (laut Verlag) lange vor mir hergeschoben habe. Die ersten 150 Seiten sind ein klassischer Kriminalplot, lesen sich trotz einigen kleinen Logiklöcher recht flüssig und lässt auf einen typischen Mankell hoffen. Dann wechselt das Buch ins 19. Jahrhundert und den Schauplatz und ist fortan mehr mit vergangener und aktueller (eben Mitte der 2000er) Gesellschafts- und Kapitalismuskritik, verbunden mit den dazugehörigern Entwicklungen in China/Afrika, beschäftigt. Das ändert sich auch beim zeitlichen Rücksprung ins Jahr 2006 nicht mehr. Der letztendliche Thriller hinterlässt derart viele lose Enden, bei dem man sich durchaus fragen darf, ob Mankell den Mut eines Genrewechsels seiner Autorentätigkeit aufgrund eines möglichen Misserfolges gefehlt hat ... ingesamt schwer zu lesen und auch kein klassischer Skandinavien-Krimi.
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